Wie auch Stephen Wolfram, Gründer von Wolfram Research, kritisiert [der Direktor des Max-Planck-Instituts für Mathematik Peter] Scholze , dass viele neue Lösungsansätze allein die Mathematik als Disziplin nicht weiterbrächten. Hier gehe es vielmehr darum, Strukturen zu verstehen. Dazu müssten neue Erkenntnisse in das bestehende Wissen integriert werden – und dazu müssten Menschen sie nachvollziehen.
Scholze kritisiert zudem, dass OpenAI sich stark auf prestigeträchtige Probleme wie die Millenium-Probleme konzentriere. Deren Lösung allein sei aber gar nicht der eigentliche Erkenntnisgewinn. Der liege im Weg zur Lösung, und oft finde man auf Umwegen sogar bessere Ansätze. KI hingegen versuche einfach nur, möglichst schnell zum Ziel zu kommen.
Scholze geht aber noch weiter: Er hält OpenAIs Vorgehen für schädlich für die Mathematik-Community. Er befürchte, dass der rege Austausch unter Mathematikern abnehme.