Dieses Fest sei weit über die Ortsgrenzen hinaus bekannt und trage wesentlich dazu bei, die Gemeinde, den Weinbau und die örtliche Gastronomie positiv zu präsentieren. "Gerade deshalb ist es für mich unverständlich, dass ein so gelungenes Fest durch eine aus Sicht vieler Besucher unnötig strenge Parkraumüberwachung überschattet wird."
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Strafzettel wurden kürzlich auch in Egringen verteilt, weil nicht ordnungsgemäß geparkt wurde. Ein Leser schreibt, dass viele Besucher der Einschulungsfeier in der Grundschule einen Strafzettel hinter dem Scheibenwischer vorgefunden hätten. Er stellt sich die Frage, ob man hier nicht ein Auge hätte zudrücken können, da die Fahrzeuge dort ja in den zwei Stunden niemanden groß gestört hätten. "Fingerspitzengefühl nenne ich das", schreibt er noch und vermisst wohl eben das.
Ordnungsamtsleiter Scherer stellt auf Nachfrage klar, dass der Gemeindevollzugsdienst keinesfalls extra wegen der Einschulung in Egringen eine Kontrollrunde gefahren sei. "Wir jagen ja keine Verstöße." Und der Mitarbeiter wusste auch nicht, dass an diesem Tag die Einschulungsfeier stattfindet. Der Mitarbeiter sei auf seiner Tour vom Rathaus in Efringen-Kirchen ausgehend durch die Ortsteile gefahren, auch um sogenannte Brennpunkte im Blick zu haben. Da, wo etwa häufiger die Durchfahrtsbreite nicht eingehalten würde.
Durch Egringen fahrend, habe er dann die falsch parkenden Fahrzeuge entdeckt und diverse Verstöße festgestellt. Etwa das Parken auf dem Grünstreifen beim Friedhof, was übrigens keine gemeindliche Anordnung sei, bemerkt Scherer, sondern im Tatbestandskatalog fest integriert ist. Es habe außerdem im Ort teilweise erhebliche Verstöße gegeben, sagt Scherer, etwa bei der Einhaltung der Durchfahrtsbreite oder im Kreuzungsbereich. Es habe Parkplätze auf dem Festplatz gegeben, sicherlich etwas weiter zum Laufen, und auch anderswo im Ort. "Ich habe Verständnis, dass das ärgerlich ist, aber auch eine Einschulungsfeier entbindet nicht von der Einhaltung gewisser Grundregeln."
Scherer ärgert sich dann, wenn der Gemeinde vorgeworfen werde, die Kontrollen seien reine Geldmacherei. "Wenn sich alle an die Regeln halten, dann gibt es gar nichts zu verwarnen." Er wäre froh, wenn er andere Aufgaben zuweisen könnte. Wofür der Ordnungsamtsleiter hingegen gar kein Verständnis hat, ist, wenn Sicherheitsmaßnahmen infrage gestellt werden. "Denn, wenn etwas passiert, dann heißt es: Ja, gab es kein Konzept, warum wurde nicht kontrolliert?"