Nehmen wir zum Beispiel Darmkrebs: In England wurde diese Krebsart 2001 bei einem von 26.000 Menschen unter 50 Jahren diagnostiziert. 2023 war es bei einem von 12.000 Menschen, also doppelt so viel wie um die Jahrtausendwende. Diese Zahlenstammen vom World Cancer Research Fund (WCRF), einem internationalen Netzwerk gemeinnütziger Organisationen, das Krebsregisterdaten aus England, den Vereinigten Staaten und den Niederlanden analysiert.
Die Zahlen haben sich zwar verdoppelt, meint Amy Berrington de Gonzalez, Professorin für klinische Epidemiologie am Institute of Cancer Research in London, insgesamt seien sie aber noch immer niedrig. "Bei jungen Menschen tritt Krebs weiterhin selten auf", sagt sie zur DW. "Dreimal eine kleine Zahl ist noch immer eine kleine Zahl." Dennoch will sie – wie auch andere Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen - wissen, warum die Zahlen steigen.
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