Der Klimawandel gefährdet die Population der Polarbären. Geht ihre Zahl weiter zurück, hat das auch für andere Spezies fatale Folgen: Die Raubtiere hinterlassen große Mengen an Beuteresten, auf die etliche aasfressende Wirbeltiere dringend angewiesen sind.
Die arktische Population der ungefähr 26 000 Eisbären versorgt andere Tiere in der Region jährlich mit rund 7,6 Millionen Kilogramm, also gut siebeneinhalbtausend Tonnen Aas. Dies hat eine aktuelle Schätzung der University of Manitoba and San Diego Zoo Wildlife Alliance und weiterer Institutionen ergeben. Ein durchschnittlicher Eisbär erbeute jährlich etwa 1000 Kilogramm an Meeressäugern, vor allem Ringelrobben. Er fresse bei diesen aber vornehmlich die energiereiche Fettschicht. Rund ein Drittel der Biomasse der Beutetiere bleibe übrig.