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Günther Unlustig 🍄
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Guenther_Amanita@slrpnk.netJoined: 2024-05-18 |
Fehler 1: Falsche SortenwahlAls erstes stellt sich natürlich die Frage: sollte man lieber Autoflowering- oder photoperiodische Sorten nehmen? Die Antwort lautet beides, aber bevorzugt Autoflower. Wieso? Weil ihr die Photos erst im späten Herbst ernten könnt, zu der Jahreszeit, wo es konstant kalt und regnerisch ist. Feuchtigkeit ist euer größter Feind. Bei Autoflowers dagegen könnt ihr mit etwas Glück und geschicktem Timing bis zu 2 Mal in der Saison ernten! Einmal im frühen Sommer, und einmal Anfang Herbst. Sollte dabei trotzdem was schiefgehen, ist das nicht sooo wild, dann ist zumindest nicht die gesamte Jahresernte für die Tonne. Autoflowers verzeihen zwar bei weitem nicht so viele Fehler wie Photos das tun, aber ich bin der Meinung, dass es besser ist, weniger zu ernten, als gar nichts. Man muss es immer positiv sehen: die Autos werden zwar nicht so groß wie ihre photoperiodischen Schwestern, aber dafür könnt ihr, wenn alle Stricke reißen, und die Pflanze deutlich länger braucht als angenommen, sie auch für die letzten Wochen in die Wohnung stellen, damit sie dem Frost nicht zum Opfer fällt. Ich werde dieses Jahr größtenteils Autoflower anbauen, und vermutlich nur eine einzige Photo haben, von 6 möglichen Pflanzen. Trotzdem, wenn ihr könnt und wollt, probiert trotzdem, eine photoperiodische Sorte zu nehmen, mit einem richtig schön großen Topf. Die wächst dann ungestört das ganze Jahr, und im Herbst könnt ihr dann richtig abcashen und euch für den Winter versorgen ;) Achtet bei beidem darauf, dass es wenn möglich Sorten sind, die damit beworben werden, dass sie sehr resistent sind. Wir hatten zu dem Thema auch mal einen Thread hier irgendwo. Am besten geeignet sind Sorten, die entweder eine sehr kurze Blütedauer haben, oder sehr sativamäßig wachsen, also sehr luftig. Außerdem würde ich tatsächlich auch empfehlen, nicht so viel Geld für die Samen rauszuhauen. 20€ für eine Samen finde ich unverschämt teuer, und als Anfänger wird man eh nie alles aus der Genetik rausholen können, da würde ich nie mehr als 5-10€ ausgeben. Bei LindasSeeds zum Beispiel hab ich Samen für 2-3€ gekriegt, die performen bisher auch ganz gut. Fehler 2: Falsche AnzuchtIch hab die oft beworbenen Kokos-Quelltabs zum Keimen verwendet, aber die finde ich echt kacke. Sie saugen sich mit Wasser voll und beginnen dann zu gammeln, was die Wurzeln ersäuft. Außerdem ist das Plastiknetz drumrum nicht kompostierbar, auch, wenn das behauptet wird. Stattdessen empfehle ich Blähton zur Anzucht, diesbezüglich hab ich auch mal einen Post gemacht. Denkt auch daran, dass man die Pflanzen frühestens Ende April, eher Mitte Mai, rausstellen sollte, weil es vor den Eisheiligen immer wieder mal zu Frösten kommen kann. Fehler 3: FeuchtigkeitWie schon bei Punkt 1 angesprochen, der Regen ist euer Todfeind. Das könnt ihr mit Training verhindern. Keine Angst, ich meine keinen Sport, sondern Bonsai-Techniken (LST) und Stutzen (HST). Außerdem empfehle ich euch sehr, ein paar Euro in ein Sonnensegel zu investieren. Fehler 4: Zu viel Liebe und falsche RatschlägeZu viel Helikopter-Pflanzeneltern sein ist auch nicht gut. Hanf ist Unkraut, behandelt ihn auch so. Man kriegt überall im Internet, auch von mir, das muss ich zugeben, das Gefühl, dass das eine Wissenschaft ist. Aber wenn ihr mit 90% der Leistung zufrieden seid, braucht ihr euch für die letzten 10% keinen Stress machen. Fehler 5: Falsches TrocknenZu guter letzt sind wir nach erfolgreicher Ernte beim Trocknen angekommen. Ich muss zugeben, den Fehler hier hab zum Glück nicht ich, sondern ein Freund von mir gemacht. Stellt sich heraus: nö. War es nicht. Außen ja, und das sehr. Deswegen hat es auch nach Heu gerochen. Aber innen war es noch feucht, was dazu geführt hat, dass ihm die gesamte Jahresernte ohne Ausnahme verschimmelt ist. Informiert euch daher, welche bewährten Möglichkeiten man hat, sein Gras zu trocknen. Die Blüten müssen so langsam trocknen, dass die Feuchtigkeit von innen durch den Kapillareffekt nach außen wandert, und von dort verdunsten kann. Wie genau das richtig geht, müsst ihr selbst herausfinden, da schwört jeder auf seine eigene Technik. Am häufigsten sind aber entweder
Wie findet man jetzt heraus, ob man genug getrocknet hat, und zum Curen übergehen kann? Wenn es dann so weit ist, dürft ihr die Boveda-Packs nicht vergessen. Die kümmern sich dann um den Rest. Nehmt da auch lieber die größeren Varianten, auch wenn das nach Overkill aussieht. Die 67g-Variante soll angeblich für über 500 g Gras reichen, aber ich fühle mich deutlich wohler, wenn ich pro 25g- oder 50g-Glas ein Päckchen verwende, just to be safe. Vergesst auch nicht, anfangs gelegentlich das Glas zu "burpen", damit sich die Luft darin bewegt und diese dann wieder Feuchtigkeit aufnehmen kann. Ein gutes Trocknen und Curen entscheidet deutlich mehr über die Qualität eures Weeds als es die Genetik (oder Preis) eurer Samen jemals tun werden! |
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